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Das Musical
erzählt das Leben von Charles Lutwidge Dodgson (alias Lewis Carroll) von seiner Kindheit als
Achtjähriger bis zu seinem Tod.
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Charles' Vater ist Pfarrer und erzieht seinen Sohn
streng. Charles spielt seinen Schwestern oft selbstgeschriebene Theaterstückchen mit seinem
Puppentheater vor. Dem Vater ist die Liebe zu dem in
der Mitte des 19. Jahrhunderts als moralisch bedenklich
geltenden Theater ein Dorn im Auge. Der Sohn soll
ebenfalls Pfarrer werden und wird deshalb zum Studium nach Oxford geschickt. Kurz
darauf stirbt Charles'
Mutter.
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Charles Ludwidge Dodgson alias Lewis
Carroll |
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Charles wird im Umgang mit Erwachsenen sehr unsicher.
Er beginnt zu stottern und wird zum Außenseiter. In der
Welt der Technik findet er Zuflucht; er entwickelt eine
Faszination für das neue Medium Fotografie.
Freundschaften schließt er lediglich mit kleinen
Mädchen, wobei er sich im Umgang mit ihnen als
begnadeter Geschichtenerzähler erweist. Um die kleine
Alice Liddell herum erfindet er spontan immer neue Erlebnisse,
die er Jahre später unter dem Namen „Alice im
Wunderland" veröffentlicht.
In seiner zum Fotostudio umgebauten Wohnung macht
Charles Fotografien von seinen kleinen Freundinnen.
Zuerst begnügt er sich noch mit Porträts, später will
er die Mädchen nackt fotografieren. Mehrere Jahre
verbringt er überwiegend damit, Mädchen anzusprechen
und in seinem Fotostudio Aktfotos von ihnen zu machen,
wobei er grundsätzlich die Mütter der Mädchen um
Erlaubnis fragt.
Während dieser Zeit lernt er auch die Malerin Gertrude
Thomson kennen, deren Zuneigung zu ihm durch die
künstlerische Gemeinsamkeit weniger problematisch ist.
Nach 6 Jahren und tausenden von Fotos hört Charles nach
einem weiteren Fototermin plötzlich auf zu
fotografieren. Er veröffentlicht in den Folgejahren
zwar noch weitere Kinderbücher, holt jedoch keine
kleinen Mädchen mehr in seine Wohnung. Gertrude Thomson
bleibt ihm bis zu seinem Tod eine gute Freundin. In ihr
hatte Charles Dodgson endlich eine erwachsene Frau
gefunden, zu der er vielleicht eine unverkrampfte
Beziehung hätte aufbauen können.
- In der Inszenierung wird Charles' Zerrissenheit
dargestellt, indem zwei Identitäten von ihm existieren:
Der biedere und unsichere Charles Dodgson einerseits
und der kindliche Geschichtenerzähler Lewis Carroll
andererseits. Wenn sich Dodgson in seine Traumwelt
flüchtet, erscheint er als der kleine Junge Lewis
Carroll hinter dem Spiegel.
- Nach „Alice im Wunderland" entstand das Nachfolgebuch
„Alice hinter den Spiegeln", dessen Titel in Verbindung
mit Charles' Doppelleben die Anregung zu dem Namen des
Musicals gab.
- Was bei dem letzten Fototermin tatsächlich passiert
ist, weiß niemand. Nach Charles' Tod wurden gezielt die
entsprechenden Seiten seines Tagebuchs vernichtet.
- Die Inszenierung beginnt und endet, wenn Gertrude
Thomson Charles' Grab besucht. Die eigentliche
Geschichte ist quasi ein Rückblick anhand Charles'
Tagebuch.
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